Weshalb soll ich mein Team auf LinkedIn schulen?

Was taugt Social Media im Berufsalltag? Soll ich meine Mitarbeitenden dafür bezahlen? Ist doch eh alles bloss heisse Luft…

Beantworten wir doch erst einmal die Frage, worum es auf Social Media und konkret LinkedIn überhaupt geht. Die Antwort darauf ist simpel. Es handelt sich dabei nicht einfach um eine Plattform, sondern im Vordergrund steht die Konversation. Menschen kommen über eine Online-Plattform in einen interaktiven Austausch. 

Mitarbeitende sind der verlängerte Arm einer Organisation

Bei der Schulung auf Social Media spielt die Funktionsweise der einzelnen Plattformen eine eher unterstützende Rolle. Vielmehr muss den Mitarbeitenden das Verständnis vermittelt werden, dass sie nach Aussen das Unternehmen – teilweise auch während ihrer Freizeit – repräsentieren und damit als Markenbotschafter agieren. 

Ein Unternehmen sollte, ja muss, regelmässig zielgerichtete Inhalte publizieren. Somit bleibt es bei der (potenziellen) Zielgruppe präsent und attraktiv. Die sozialen Netzwerke eignen sich ideal für die Multiplikation dieser Inhalte. 

 

Die Unternehmenskommunikation ist heute dezentralisiert

Wenn hingegen Social Media noch kein Teil der eigenen Unternehmenskommunikation bildet, dann ist es höchste Zeit dies zu ändern. Mitarbeitende, die nicht unbedingt im Marketing oder Kommunikation tätig sind, können die Unternehmenskommunikation ebenfalls ideal unterstützen. Einfach mal über aktuelle Geschehnisse «posten» oder die Beiträge des Unternehmens «sharen» und schon wird man von einer breiteren Zielgruppe wahrgenommen. Die eigene Belegschaft wird sich über die Jahre hinweg ein Netzwerk aufgebaut haben, dessen Potential es zu nutzen gilt. Mit regelmässigen Posts und Interaktionen wird dieses Netzwerk weiter ausgebaut, was die Reichweite somit beachtlich steigert.

 

Auf Word-of-Mouth ist Verlass

Täglich erhalten wir unzählige Newsletter oder Pop-up Benachrichtigungen, weil unser Interesse bekanntlich breitgefächert ist. Hinzu kommen Fakenews, welche uns bei der Selektion von wesentlichen Neuigkeiten nicht wirklich unterstützen. So wird die eine oder andere Information «als gelesen» markiert, ohne dass es der Realität entspricht. Dich als Leser kann ich an dieser Stelle beruhigen, denn du bist nicht allein! In Zeiten der Informationsüberflutung ist dies unumgänglich. Unternehmen hingegen muss ich ein wenig enttäuschen, denn die in Reportings ersichtliche Öffnungs- resp. Interaktionsrate spiegelt dieses Szenario nicht wirklich wider.

Genau, du hast meine Absicht erkannt. Was uns bleibt ist Word-of-Mouth oder zu Deutsch die Mund-zu-Mund-Propaganda. 

Im unternehmerischen Kontext können wir diese bspw. mittels LinkedIn in die digitale Welt übertragen. 

Nichts funktioniert besser als Empfehlungen von vertrauensvollen Quellen. Je grösser das Netzwerk der Mitarbeitenden, desto grösser somit die Chance wahrgenommen zu werden. 

 

Authentizität als Schlüssel zum Erfolg

Egal, was wir der Welt zu berichten haben, am besten bleiben wir dabei authentisch. Der Duden beschreibt Authentizität mit: Echtheit, Glaubwürdigkeit, Sicherheit, Verlässlichkeit. 

Dies sind alles essenzielle Werte in der Geschäftswelt, die es zu stärken gilt.

 

Einheitlichkeit sicherstellen

Damit dieser Teil der Unternehmenskommunikation weiterhin wertvoll bleibt, sollten sich Unternehmen intern für Einheitlichkeit bemühen. Je nach Grösse, Branche oder Komplexitätsgrad kann dies in simplen Regeln, bis hin zu detaillierten Guidelines festgehalten werden. Doch festhalten allein genügt nicht. In meiner Tätigkeit als Consultant bei glaswerk erfassen wir zwar keine «Reglemente» für unsere Kunden, bieten dafür Trainings u. a. für LinkedIn an. Dabei passe ich mich komplett dem Teilnehmerkreis (vom Einsteiger bis hin zum Experten) an. Wie eingangs erwähnt, ist die Funktionsweise einer Plattform nicht von primärer Bedeutung, jedoch sollten zumindest die Grundlagen verständlich sein. Viel wichtiger ist es, das Potential zu erkennen und zu wissen, wie die Optimierung und Professionalisierung des eigenen Profils gelingt. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich und/oder sein Unternehmen auf LinkedIn zu vermarkten. Wir unterstützen die Kund:innen, indem wir bspw. die einen oder anderen Dos and Don’ts teilen. Lesenswert dazu ist der Beitrag meiner Kollegin, Anesa Sebecevac. Sie schildert uns die Wichtigkeit des eigenen Netzwerks für den Personal Brand auf LinkedIn.

Social Media trotz allem einer Sisyphusarbeit gleichzusetzen wäre unfair. Jedoch muss man stets am Ball bleiben und optimieren, denn der Stein rollt viel schneller wieder vom Berg hinunter als hinauf.

 


Milos Stojkovic

Milos Stojkovic

geschrieben am 18. November 2021